Spielerschutz

Limits und Werkzeuge der Spielkontrolle

  • Serioese Anbieter wie Luckyv stellen ihren Kundinnen und Kunden eine Reihe von Werkzeugen zur Verfuegung, mit denen das eigene Spielverhalten gesteuert werden kann. Dazu gehoeren taegliche, woechentliche oder monatliche Einzahlungslimits, Verlust- und Einsatzgrenzen sowie zeitliche Beschraenkungen fuer die Dauer einer einzelnen Spielsitzung. Alle Limits lassen sich im Kundenkonto einstellen, eine Verschaerfung ist in der Regel sofort wirksam, eine Lockerung erst nach einer Wartefrist. Wir empfehlen allen Leserinnen und Lesern, bereits bei der Registrierung ein Monatslimit festzulegen, das zum verfuegbaren Freizeitbudget passt, und dieses nicht unter dem Eindruck eines verlorenen Einsatzes zu erhoehen. Zusaetzlich bieten Reality-Checks und Sitzungserinnerungen Orientierung im Spielverlauf.

Anzeichen problematischen Spielens

  • Problematisches Spielverhalten entwickelt sich haeufig schleichend. Zu den Warnsignalen gehoeren das Spielen ueber die vorgenommene Zeit- oder Budgetgrenze hinaus, das Nachsetzen nach Verlusten in der Hoffnung, diese wieder auszugleichen, das Verheimlichen des Spielens vor der Familie oder dem Partner, sowie eine wachsende Unruhe oder Gereiztheit, wenn eine Spielsitzung ausfallen muss. Auch finanzielle Engpaesse in Bereichen, die zuvor unauffaellig waren, koennen ein Hinweis sein. Treffen mehrere dieser Punkte auf Sie oder einen Angehoerigen zu, empfehlen wir dringend, das Gespraech mit einer Beratungsstelle zu suchen und das Spielerkonto vorsorglich zu sperren.

Selbstausschluss

  • Wenn Sie feststellen, dass Ihr Spielverhalten nicht mehr kontrolliert ist, koennen Sie Ihr Konto bei Luckyv selbst sperren lassen. Die Sperre erfolgt entweder zeitlich begrenzt oder unbefristet; eine aufgehobene unbefristete Sperre durchlaeuft eine Wartefrist, bevor sie wieder aktiv wird. In der Schweiz gibt es zudem anbieteruebergreifende Sperrsysteme, bei denen eine einmal eingetragene Sperre bei allen teilnehmenden Anbietern wirksam ist. Fuer den Eintrag in das Sperrregister wenden Sie sich an die zustaendige Behoerde Ihres Kantons oder an eine Beratungsstelle, die Sie beim Antrag unterstuetzt. Die Selbstsperre ist kostenlos und gilt als wirksamster Schutz bei beginnendem Kontrollverlust.

Beratungsstellen und Hotlines

  • In der Schweiz steht Betroffenen und Angehoerigen eine Reihe von Beratungsstellen zur Verfuegung. Erste Anlaufstelle ist die Fachstelle fuer Geldspielsucht Ihres Kantons; eine Uebersicht finden Sie auf der Seite sos-spielsucht.ch. Fuer Gespraeche in deutscher Sprache steht die Telefonhotline 0800 040 080 rund um die Uhr zur Verfuegung, die Gespraeche sind kostenlos und anonym. Die Caritas Beratungsstelle Spielsucht bietet persoenliche Beratungstermine in mehreren Deutschschweizer Staedten an. Auch die Pro Juventute Beratung begleitet Angehoerige, insbesondere Eltern, die sich wegen eines jungen Erwachsenen sorgen.

Wo Sie Hilfe bekommen

  • Hilfe beginnt mit dem ersten Gespraech. Wenn Ihnen der Schritt zur Beratungsstelle schwer faellt, sprechen Sie zunaechst mit einer Person Ihres Vertrauens, mit der Hausaerztin oder dem Hausarzt oder mit der Seelsorge. Alle Gespraeche bei Fachstellen sind vertraulich, kostenlos und werden nicht an den Anbieter gemeldet. Angehoerige koennen sich auch dann beraten lassen, wenn die betroffene Person selbst keine Hilfe sucht; haeufig entsteht so ein neuer Zugang zum Thema. Zusaetzlich kann eine voruebergehende oder dauerhafte Spielsperre bei Luckyv ein erster konkreter Schritt sein, der sich jederzeit im Kundenkonto einrichten laesst.

Mythen ueber Gluecksspiel

  • Rund um das Gluecksspiel halten sich hartnaeckige Vorstellungen, die mit der tatsaechlichen Mathematik der Spiele nichts zu tun haben. Nach vielen roten Zahlen muss jetzt Schwarz kommen ist ein Beispiel; jede Runde am Roulettetisch ist unabhaengig von der vorhergehenden. Auch die Annahme, ein bestimmter Slot sei heiss oder kalt, ist falsch, weil moderne Spielautomaten mit zertifizierten Zufallsgeneratoren arbeiten. Wer Verluste als Investition sieht, die sich mit hoeheren Einsaetzen zurueckgewinnen lassen, erhoeht in Wahrheit nur das Risiko eines noch groesseren Verlusts. Nuechterne Information und klare Limits sind der wirksamste Schutz.

Fragen zur Selbstpruefung

  • Die folgenden Fragen koennen Ihnen helfen, Ihr eigenes Spielverhalten einzuordnen. Haben Sie in den letzten zwoelf Monaten mehr Geld eingesetzt, als Sie sich eigentlich vorgenommen hatten? Haben Sie oefter versucht, Verluste zurueckzuspielen? Haben Sie das Spielen vor Familie, Freunden oder Kolleginnen und Kollegen verheimlicht? Haben Sie Geld geliehen, um weiterzuspielen? Haben Sie sich schuldig gefuehlt wegen des Spielens? Beantworten Sie mehrere dieser Fragen mit Ja, ist ein Gespraech mit einer Beratungsstelle sinnvoll. Der Selbsttest ersetzt keine fachliche Diagnose, ist aber ein hilfreicher erster Schritt zur Standortbestimmung.